Der EV Landsberg wurde am 11. Februar 1955 zunächst als eine
Zweigstelle des Landsberger Fußballvereins gegründet, 1 Jahr später
machten sich die Kufenflitzer selbständig & traten 1957 erstmals zum Kampf
um Punkte an. Während in den ersten beiden Jahren noch gegen Pfronten,
Schliersee, Würmsee und anderekleiner Vereine gespielt werden musste,
schaffte der EVL dann 1960 den Aufstieg in die Oberliga, der seinerzeit
zweithöchsten deutschen Spielklasse.
In dieser zweithöchsten Liga – die später unterschiedliche Namen hatte –
konnten dich die Lechstädter, von drei kleinen
Ausrutschern abgesehen, bis in die 90er Jahre hinein behaupten,
schafften zumeist sicher den Klassenerhalt und schnupperten einige Male
sogar am Sprung in die erste Liga.
So am Ende der Saison 1965/66, in der mit dem Gewinn der Oberligameisterschaft
der erste Höhepunkt der Vereinsgeschichte registriert werden konnte.
Der EVL trat gegen den ruhmreichen Berliner Schlittschuhclub antrat, um Aufstiegslorbeer zu erringen,
scheiterte trotz zwischenzeitlicher Führung jedoch relativ deutlich. Gerüchte, dass das entscheidende Spiel gegen Berlin „verkauft“ gewesen sei, erzürnen die damaligen Spieler bis heute so sehr, wie sich hartnäckig unter den älteren Fans halten, die damals dabei waren.
In der nächsten Spielzeit feierte Reinhold „Rupsi“ Bauer – einer der ganz Großen des Landsberger Eishockeys - seinen Einstand in der ersten Mannschaft. Der Vollblutstürmer und Olympiateilnehmer von 1972 sollte es im weiteren Verlauf seiner Karriere immerhin auf über 40 Länderspiele bringen.
In der Oberliga bildeten fortan die Spiele gegen Krefeld und Düsseldorf sowie natürlich die Derbys gegen Kempten und Augsburg die Höhepunkte, der EVL etablierte sich weiter und war selbstverständlich auch bei der Einführung der Zweiten Liga mit von der Partie, bis man Mitte der 70er Jahre überraschend abstieg.
Nach diesem Fauxpas kehrte Landsberg aber 1976 gleich zurück, in den entscheidenden Partien setzte sich der EVL gegen den EHC 70 München durch.
1978 stieß das 18jährige Talent Joachim "Jockl" Ried in den Kader, in dem mit "Gori" Köpf, den Finnen Pentti Hiiros und Jorma Siitarinen, den späteren Trainern Prestele, Petrussek und Sedlmeier und den Brüdern Gayer bereits einige hochkarätige Spieler standen.
Das "Urgestein der Zweiten Liga" verlor dann erst Anfang der 80er vorübergehend die Orientierung, auch auf finanziellem Sektor, und für einige Zeit ging es hinunter in die Oberliga.
Doch schon 1983 kehrte der EVL in seine sportliche Heimat zurück, in welcher der unvergessene "Polenexpress", das Traumpaar Leszek Kokoszka und Stefan Chowaniec, gleich für mächtigen Dampf und Tore am Fließband sorgte.
Die finanziellen Sorgen indes blieben, und erst nach einem Vergleich vor dem Landgericht Augsburg im Frühjahr konnte sich der Verein als "gerettet" ansehen. Zwangsläufig mußten die Landsberger einen Sparkurs fahren, so daß neben den Stars Kokoszka und Chowaniec auch Coach Stanislaw Fryzlewicz Landsberg verlassen musste. Die Nachfolge übernahmen die bisherigen Nachwuchstrainer Hans Sedlmeir und Reinhold Bauer, womit auch die weitere Strategie des EVL offensichtlich wurde: mit Eigengewächsen aus der Krise.