Neben diesen Spitzenkräften spielten auch der Finne Niemi und der Schwede Galiamoutsas eine souveräne Saison beim EVL. Hinzu kamen noch Robert Heidt, Robert Paclik und Andy Römer - alle drei erfahrene DEL-Profis und zuletzt in Diensten des AEV. Bis Ende des Jahres 1996 spielte der EVL unter den ersten vier Mannschaften mit.
Aber dann vor Weihnachten gab es zwischen Mannschaft und Trainer Querelen, auch in den Beziehungen zum Vorstand gab es Irritationen. Als dann auch noch Manfred Korb, Landsberger Urgestein, vorzeitig seinen Rücktritt bekannt gab, stimmte nicht mehr viel. Das Ergebnis war Platz 5, in den Play-Offs schied man gegen Bad Nauheim in vier Spielen aus.
Ein völlig neues Gesicht bekam der Mannschaftskader in der Saison 1997/98. Die Kanadier Eric Bellerose und Mario de Benedictis vom französischen Spitzenclub HC Rouen wurden als Führungsspieler an den Lech geholt, doch obwohl ihr Können einige Male aufblitzte, reichten sie doch nicht an die Klasse eines Kertsch oder Znarok heran. Auch die anderen Ausländer aus dem Norden Europas, wie Kyllönen, Nurminen, Akesson und Säteri waren zwar gute Einzelspieler, schafften es aber nicht, eine geschlossene Mannschaft zu bilden.
Hinzu kam, dass die GmbH des EVL bereits finanzielle Schwierigkeiten zu haben schien und die Gehälter nur stockend flossen. Als dann der EVL sieben Spiele hintereinander gewann und dabei auch renommierte Mannschaften schlug, schien die Krise überwunden zu sein. Doch wieder erhielten die Spieler kein Geld und jetzt ging es rapide bergab. Das führte soweit, dass man fast in die Viertklassigkeit gestürzt wäre. Erst im letzten Duell gegen Füssen konnte man die erste Liga Süd halten (die zu diesem Zeitpunkt im deutschen Eishockey die dritte Liga darstellte). Die Mitglieder zogen aus dem Niedergang ihre Konsequenzen und wählten den Vereinsvorsitzenden Rainer Kästele in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ab. Der neue Vorsitzende Zink kündigte dann den Vertrag mit der GmbH, deren Geschäftsführer ebenfalls Kästele war. Damit konnte und musste ein Neuanfang des Eishockeys in Landsberg vorbereitet werden, der dann zur Gründung des EVL 2000 führte.
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